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Borderline

Die emotional- instabile Persönlichkeitsstörung-

auch Borderline Persönlichkeitsstörung genannt

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Vorerst möchte ich anmerken, dass ich diese Beschreibung selbst verfasst habe. Ich bin keine Ärztin oder Therapeutin, ich habe keine psychische oder psychologische Ausbildung. Alles was ich hier zu dieser Erkrankung beschreibe sind Informationen die ich mir im Laufe der letzten Jahre selbst angeeignet habe, natürlich kommen persönliche Erfahrungen hinzu und nicht zu vergessen der Austausch mit Betroffenen in verschieden Foren und Internetseiten, private Homepages und mittlerweile auch Betroffene in meinem persönlichen Umfeld die ich durch meine Klinikaufenthalte kennen und schätzen gelernt habe.

 

In dem Begriff emotional- instabile Persönlichkeitsstörung steckt bereits ein deutlicher Hinweis um was es sich bei dieser Störung handelt:

EMOTIONAL INSTABIL- d.h. die Emotionen, die gesamte Gefühls- und Gedankenwelt der Betroffenen sind sehr instabil und zum Teil nicht kontrollierbar wenn sie in einer Krise stecken. Die Hauptschwierigkeit liegt in einer Regulationsstörung. Was so viel bedeutet, dass die Betroffenen oftmals Schwierigkeiten haben ihre Gefühle und Handlungen der momentanen Situation anzupassen.

Es kann durchaus passieren, das der/ die Betroffenen durch bestimmte Aussagen oder Handlungen einer Person, mit Aggressivität oder Wut reagiert weil die Aussage für den Betroffenen ein „Angriff“ auf seine Person ist. Dies ist jedoch nur seine/ihre Wahrnehmung die als real empfunden wird. Ebenso sind Tränenausbrüche, zurück fallen in kindliche Verhaltensweisen oder aber auch Autoaggression und Selbstverletzung folgen einer solchen verzerrten Wahrnehmung.

Es gibt eine Menge Beispiele und Situationen, und bei jedem Betroffenen wirken sich Symptome und Verhaltensweisen anders aus. Eine große Rolle dabei spielt natürlich wie schwerwiegend die Erkrankung bei jedem einzelnen ausgeprägt ist und wie sich die Betroffenen auf die therapeutische Arbeit einlassen bzw. einlassen können.

 

Der Begriff PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG

 

Viele Menschen hören den Begriff Persönlichkeitsstörung und verknüpfen das sofort damit: „ Das sind doch die, die mehrere Persönlichkeiten in sich haben!“

Dies ist jedoch nicht der Fall. Wäre dies so, dann spricht man von einer MULTIPLEN PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG.

Wenn man also von einer Persönlichkeitsstörung spricht dann liegt die Ursache in den meisten Fällen in der Kindheit und Jugendzeit. Beispiele für den Auslöser der Erkrankung können sein: sexueller Missbrauch, körperlich und seelische Misshandlungen, Gewalt und Vernachlässigung.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt zur Persönlichkeitsstörung ist

DAS GESTÖRTE SELBSTBILD

 

Es kann nicht pauschal gesagt werden wie ausgeprägt dies bei den Betroffenen jeweils ist. Die Ausprägung läuft von „fast gar nicht“ bis „schwere“ Ausprägung. In guten Phasen kann es durchaus sein das keinerlei Belastung da ist was das Selbstbild betrifft, da kann es sogar sein dass das Selbstbewusstsein besonders gestärkt ist. In schweren Krisen leidet das Selbst Bild häufig sehr stark.

-       Das eigene Spiegelbild ist nicht zu ertragen, man sieht in den Spiegel und hat das Gefühl man ist sich fremd

-       Andauernde Minderwertigkeitsgefühle

-       Man redet sich ein alles falsch zu machen

-       Ständig das Gefühl: Ich schaff es eh nicht, Ich bin nichts wert, ich bin verrückt

-       Anhaltende Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und dem eigenen ICH

-       Mangelndes bis kaum Selbstbewusstsein

-       Fehlende Identität mit dem eigenen Ich

-       Sich selbst nicht kennen

-       Selbsthass

 

All das KÖNNEN Symptome eines gestörten Selbstbildes sein.

Was dies zur Folge hat könnt ihr weiter unten lesen wenn ich die Erkrankung beschreibe bzw. wie die Folgen sich auswirken!

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EMOTIONAL- INSTABILE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG- BORDERLINE

Es gibt verschiedene Arten der Persönlichkeitsstörung. Laut der Internetseite Wikipedia gibt es 13 verschiedene Arten der Persönlichkeitsstörung. Aber hier geht es rein um die Diagnose Emotional- instabile Persönlichkeitsstörung- Borderline Typ ( Diagnoseschlüssel nach ICD-10---F60.3)

Die Borderline- Persönlichkeitsstörung ist die häufigste vorkommende Persönlichkeitsstörung. 75% aller Betroffenen sind Frauen (Quelle: Focus-online.de). Die Borderline-Störung ist nicht heilbar, aber die Betroffenen können lernen mit der Erkrankung umzugehen, sie ins Leben zu integrieren und somit eines Tages ein glückliches Leben zu führen das mit nur wenig Krisen geprägt ist.

 

Die WHO unterscheidet zwei Borderline- Typen:

 

Ø Einerseits den impulsiven Typus mit geringer Impulskontrolle und Unberechenbarkeit

Ø Und andererseits den Typus mit gestörten Selbstbild und Beziehungsverhalten mit panischer Angst vor dem verlassen werden, mit Idealisierung und schneller Abwertung anderer bei Enttäuschung

( Quelle: Focus-online.de )

 

DIE SYMPTOMATIK DER BORDERLINE- STÖRUNG

 

Symptome gibt es eine ganze Menge, ich werde sich nicht alle aufführen können denn bei jedem Betroffenen zeigen sich andere, unterschiedliche Symptome in unterschiedlicher Ausprägung.

 

Ø Wahrnehmungsstörung/ verzerrte Wahrnehmung

Ø Extreme Gefühlsschwankungen

Ø Instabile Beziehungen

Ø Sucht- und Risikoverhalten

Ø Selbstverletzung ( seelisch und körperlich)

Ø Aggressives Verhalten

Ø Gefühl der inneren Leere

Ø Suizidgedanken und Handlungen

Ø Extrem wackliges Selbstbild

Ø Grenzgänger (sich immer irgendwie am Limit von Grenzüberschreitungen zu befinden, egal ob sich in gefährliche Situationen zu begeben, Selbstverletzungen, Gefühlen usw. —dieses Wort ist wirklich schwer zu beschreiben.)

Im Bereich der Symptomatik kann ich zum größten Teil nur auf meine Erfahrungen und mein Erleben zurückgreifen. Jedoch habe ich im persönlichen Kontakt mit anderen Betroffenen auch erfahren, dass es Symptome gibt die ich persönlich nicht kenne und kannte oder die für mich auch nicht nachvollziehbar sind. Soviel zum Thema- jeder hat seine eigene Geschichte mit eigenen Symptome und wohl jede Borderline- Erkrankung hat ein anderes „Gesicht“.

BORDERLINE- übersetzt heißt dies so viel wie GRENZE!!!

 

Ich habe in meiner Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin in einem Schulbuch gelesen, dass die Borderline- Störung Mitte des 19. Jahrhunderts als Krankheit anerkannt wurde. Borderline deshalb weil die Erkrankung im seelischen Grenzbereich zwischen einer Psychose, Neurose und Persönlichkeitsstörung liegt. In diesem Zusammenhang wird häufig auch der Begriff „Grenzgänger“ verwendet. Das ist wohl damit zu erklären das viele Betroffene sich an einer Grenze oder Grenzlinie bewegen was Verhaltensweisen und Emotionen betrifft. Es gibt ja auch den sogenannten „gesunden“ Bereich in dem sich die meisten gesunden Menschen bewegen. „Borderliner“ sind natürlich auch im gesunden Bereich zu finden und nicht nur im Grenzbereich zum negativen. Je mehr die Betroffenen über ihre eigene Krankheit erfahren und lernen damit umzugehen, umso mehr ist es ihnen möglich sich im „gesunden Bereich“ zu bewegen. Viele leben jedoch im Grenzbereich. Durch Probleme, Sorgen, Ängste, Retraumatisierung u.v.m. kann es passieren das die Betroffenen diese Grenzen überschreiten. D.h. es kommt meist zu Verhaltensweisen die einem mehr schaden als helfen. Dazu gehören z.B. Selbstverletzung, Sucht- und Risikoverhalten, Aggressivität um nur ein paar aufzuzählen. Ob die Bezeichnung „Grenzgänger“ so richtig erklärt ist weiß ich nicht. Es ist einfach nur meine Vermutung als Selbst-betroffene und den Informationen die ich sammeln konnte im Laufe der Zeit.

 

„BORDERLINER“ UND IHR SOZIALES UMFELD

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„Borderliner“- sind das nicht die- die sich selbst verletzen?

So lauten häufig die Aussagen von Menschen die nicht wirklich einen Bezug zu dieser Erkrankung haben. Die Borderline-Störung ist noch heute sehr negativ behaftet. Was ich persönlich sehr schade finde. Denn die Erkrankung ist weit mehr als Selbstverletzung, Aggressivität, oder „Fehlverhalten“. Viele Menschen verurteilen die Betroffenen, wegen ihrer Narben oder Verletzungen. Sie machen sich nicht mal die Mühe es zu verstehen oder sich mit der Thematik auseinanderzusetzen um zu begreifen warum so etwas geschieht. Häufig werden die Betroffenen als aggressive, Menschen dargestellt. Natürlich kann auch dies der Fall sein, aber pauschalisieren ist das schlimmste bei so einer Erkrankung. Selbst Aggressives Verhalten oder verbal aggressives Verhalten hat Ursachen die berücksichtigt werden sollten bevor mein ein Urteil abgibt. Natürlich sollte und darf die Erkrankung keine Entschuldigung für Fehlverhalten sein, aber es ist Therapiesache dies zu bearbeiten und andere Verhaltensweisen zu lernen.

 

Ein weiterer Punkt ist, wie das Umfeld mit den Betroffenen umgeht. Viele Menschen gehen auf Rückzug, halten sich fern weil sie nicht sicher sind wie sie sich verhalten sollen oder was sie überhaupt sagen sollen. Die Angst etwas falsch zu machen, etwas falsches zu sagen oder wie der Betroffene reagiert usw. Ich kann das natürlich verstehen und werde es immer akzeptieren. Aber für viele Betroffene bedeutet dies große Unsicherheit, Angst etwas Falsches getan zu haben- es kommt zu noch mehr sozialen Rückzug, denn man spürt die Unsicherheiten auf „beiden Seiten“.

 

KOMMUNIKATION HEIßT HIER DAS ZAUBERWORT !!!!!!!!

 

„Borderliner“ sind keine Unmenschen. Im Gegenteil- die wenigsten Menschen wissen das Borderline- Betroffene zum größten Teil sehr hochsensible Menschen sind. Ihre Wahrnehmung, ihre Gefühle sind so sehr ausgeprägt das es oft sogar zur Belastung werden kann. Sie spüren Dinge und nehmen Kleinigkeiten wahr wo andere Menschen erst viel später erkennen und spüren.

 

FAZIT: Borderline>> Ich bin nicht meine Krankheit, ICH BIN ICH !!!

 

DIE SYMPTOMATIK DER BORDERLINE- STÖRUNG

 

v Wahrnehmungsstörung/ verzerrte Wahrnehmung

Die Wahrnehmungsstörung betrifft 2 Bereiche:

- die Wahrnehmung zum eigenen ich

-       -Die Wahrnehmung zur Umwelt

 

Viele leiden darunter das sie Probleme mit der eigenen ICH- Identität haben. Häufig steht die Frage im Raum „Wer bin ich“? „Was will ich“ Sie können sich selbst nicht annehmen und akzeptieren. Die Wahrnehmung ist so sehr gestört das man das eigenen Spiegelbild als Fremd betrachtet, als hässlich obwohl die Umwelt dies mit anderen Augen sieht. Da fällt es auch schwer Komplimente anzunehmen weil man es selber einfach nicht glaubt, oder auch nicht sehen will oder kann. Hier besteht sogar zusätzlich die Gefahr zur Entwicklung einer weiteren Erkrankung. Z.B. Eine Frau fühlt sich immer zu dick, obwohl sie eh schon so schlank ist. So kann sich zusätzlich zur Borderline- Störung noch eine Anorexia nervosa (Magersucht) entwickeln.

 

Die Wahrnehmung zur Umwelt ist manches Mal besonders schwer. Wie auch bei der Selbstwahrnehmung kann bei der Wahrnehmung des Umfelds die Wahrnehmung gestört, verzerrt oder verschleiert sein. Auch hier spielt die momentane Befindlichkeit eine große Rolle.

Betroffene Borderline-Patienten sind in schwierigen Phasen kaum in der Lage ihre Wahrnehmung der Situation anzupassen. So kommt es häufig vor, dass z.B. die Betroffenen das Gefühl haben, die Menschen beobachten sie oder sprechen über sie. Man nimmt Gefühle wahr und versucht diese zu deuten- meist gehen diese Deutungen weit an der Realität vorbei. Jedoch pauschalisieren kann man das nicht, denn Borderliner sind ebenso in der Lage ihre Gefühle vollkommen richtig zu deuten und sensibel wahrzunehmen und Situationen einzuschätzen.

 

Ich stelle fest, dass es sehr schwer ist richtig zu beschreiben und schriftlich festzuhalten wie die Wahrnehmung sich auswirken kann. Häufig werden die „gestörten“ Wahrnehmungen ausgelöst durch die eigenen Unsicherheiten, Ängste und Störungen im Denken und Fühlen- was ja auch Bestandteil der Erkrankung ist.

 

Ich möchte noch betonen das dies kein Zustand ist der ständig andauert. In stabilen Phasen sind Betroffenen durchaus in der Lage sich als wertvoll zu sehen, sich selbst zu schätzen und das Gefühl zu haben „ Ich bin gesund“ und stark.

Stürzt man jedoch in eine Krise dann kann es innerhalb von Stunden, ja manchmal sogar in Minuten passieren, dass all die positiven und guten Momente plötzlich weg sind und man sich wieder einmal in dieser ausweglosen Situation befindet und glaubt darin gefangen zu sein für immer. Dieser Kreislauf kann sehr Belastend werden und sein.

 

v Extreme Gefühlsschwankungen

 

Gefühlsschwankungen/ Stimmungsschwankungen sind etwas, was bei den Betroffenen einen großen Leidensdruck auslösen kann das bis zu Suizidgedanken gehen kann, weil man meint es nicht mehr aushalten zu können. Dies ist ebenfalls bei anderen psychischen Erkrankungen ein Symptom das diesen Leidensdruck auslöst z.B. Depressionen, bipolare Störung, Angststörungen, Psychosen oder auch Schizophrenie.

Jeder Mensch auf dieser Welt kennt Gefühls Schwankungen, sind traurig oder Niedergeschlagen. Hier handelt es sich um ganz normale Schwankungen die Teil unseres Lebens sind.

Bewegen sich diese Schwankungen jedoch nicht im „Norm“-Bereich und sind stark ausgeprägt und werden auch noch zur seelischen Belastung, dann ist es wichtig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

Kaum jemand der nicht selbst solchen Schwankungen ausgesetzt ist, kann nachvollziehen wie sehr die Betroffenen leiden. Häufig ist nicht mal der Grund dafür bekannt. Stimmungs- und Gefühlsschwankungen können wie eine Achterbahnfahrt verlaufen. Ist man in einer Minute noch hochmotiviert und glücklich dann kann das in der nächsten Minute schon wieder vorbei sein.

 

Ich selbst habe im Jahr 2010 die Erfahrung von sehr schweren Schwankungen erleben müssen. Täglich waren es 5-6 auf und ab`s. Das zerrt an den Kräften sowie seelisch und auch körperlich. Man ist kaum noch in der Lage klar zu denken, weil man nur noch damit beschäftigt ist dieses Hin und her zu verkraften und auch zu überstehen. Für mich endete diese schreckliche Zeit, als ich in einer Chefarzt-Visite während eines Klinikaufenthaltes heulend zusammen brach und immer wieder sagte:

„Ich hab die Schnauze voll,

ich halte das nicht mehr aus,

ich halte das ewige auf und ab nicht mehr aus,

ich kann nicht mehr und will nicht mehr“.

Das war der Grund für die anwesenden Ärzte um auf den Vorschlag des Chefarztes einzugehen ein altbewährtes Medikament auszuprobieren. Nach einigen Wochen wurden die Schwankungen wirklich besser. Mit den Nebenwirkungen komme ich gut zurecht und kann damit leben, denn es ist mir wichtiger nie wieder so etwas erleben zu müssen.

 

Aber wie schon so oft erwähnt, bei jedem ist es anders und jeder empfindet es anders. Und genauso ist es möglich dass jede Phase/Krise sich unterschiedlich äußert.

 

v Gefühl der inneren Leere

 

Kann man dieses Gefühl eigentlich beschreiben?

Innere Leere sagt doch schon alles!

Betroffene die das Gefühl der Leere erleben nehmen kaum noch etwas wahr an Gefühlen. In ihrem Inneren herrscht in diesem Moment nichts. Die Gefühle sind wie ausgeschalten, es ist nichts mehr da. Es ist als ob man wie gelähmt oder ausgeliefert ist. Häufig denkt man in diesen Momenten ans Aufgeben, alles scheint wertlos zu sein und nichts ist mehr wichtig. Ebenso scheint es egal zu sein was einem selbst wird.

In der Therapie ist ein großer und wichtiger Schritt, zu lernen, wie man sich aus diesen Situationen selbständig befreien kann. Sich nicht diesem Gefühl hinzugeben, sondern bewusst den Punkt zu finden um „STOP“ zu sagen. Zu sagen:“ Nein, ich benötige diese Leere nicht, ich stehe auf und gehe weiter in meinem Leben“!

 

Viele Menschen glauben vielleicht das ist eine einfache Sache, doch das ist es nicht.

Für Borderline- Betroffene ist dies eine der härtesten Aufgaben und bedeutet Höchstleistung im Umgang mit der Erkrankung.

Aber!!!!! Es ist möglich- es ist ein jahrelanger prozess- aber zu schaffen!!!!

 

HINFALLEN IST ERLAUBT- ABER NOCH WICHTIGER IST DAS WIEDER AUFSTEHEN

 

v SUIZIDGEDANKEN- UND HANDLUNGEN

 

Natürlich ist es mir nicht möglich in die Menschen hinein zu sehen, jedoch wage ich mich zu behaupten das jeder Betroffene im Laufe seiner Erkrankung mindestens schon einmal an Selbstmord gedacht hat. Dieses Thema ist besonders heikel aber muss unbedingt ernst genommen werden. Viele Betroffene sprechen ihre Gedanken nicht aus und können so in einen Teufelskreis zwischen Gedanken und Handlung kommen. Es ist ein wichtiger und vor allem ein sehr mutiger Schritt diese Gedanken anzusprechen und sich Hilfe zu holen. Niemand kann einschätzen wie ernst diese Gedanken sind. Es mag sein, das Siuzidäußerungen als Hilfeschrei für den betroffenen dient aber die Gefahr ist ebenfalls sehr groß das es zu Handlungen kommen kann.

 

Für die Außenstehenden Menschen ist es sehr wichtig zu wissen das solche Aussagen oder auch Suiziddrohungen unbedingt ernst genommen werden. Es ist falsch zu denken der/ die tut das sowieso nicht. Wenn solche Vermutungen auch noch geäußert werden dann kann das für den Betroffenen die ausweglose Situation noch verstärken. Wichtig ist, die Ruhe zu bewahren und für den Betroffenen da zu sein und ihm Mut machen. Besonders wichtig ihn/sie ermutigen einen Arzt aufzusuchen oder eine Klinik zu besuchen. Sollte der Betroffene dies verweigern dann sollte man trotz alledem handeln. Evtl. den Hausarzt anrufen und um Rat fragen, er wird wissen was zu tun ist. Diese Entscheidung ist für Angehörige und Freunde immer sehr schwer aber für den betroffenen das Beste, auch wenn er/sie das in dem Moment nicht sehen kann.

Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich glaube sogar dass es strafbar ist wenn man Suiziddrohungen nicht meldet.

 

Das beste Beispiel ist das Internet. Es ist voll mit Foren, Plattformen, und sozialen Netzwerken. Viele Menschen schrieben dort ihre tiefsten, innersten Gefühle. In wirklich guten Foren steht es sogar in den AGB`s das gebeten wird von Suiziddrohungen und Ankündigungen Abstand zu nehmen da es sofort an die Polizei gemeldet wird.

Im letzten Jahr hatte ich persönlich die Erfahrung das ein damaliger Mitpatient in einem sozialen Netzwerk öffentlich in der gruppe schrieb er wird sich das Leben nehmen. Eine andere Mitpatientin reagierte sofort und schaltete die Polizei ein. Die Polizei hat ihn glücklicherweise rechtzeitig gefunden.

NICHT WARTEN- SOFORT HANDELN !!!!!!

Lieber einmal mehr falscher Alarm als irgendwann zu spät zu sein.

Das Thema SUIZID ist aber nicht nur Thema bei der Borderline- Störung sondern es ist Teil einer fast jeder psychischer Erkrankung. Auch Menschen ohne Erkrankung versuchen sich das Leben zu nehmen. Entstehen tun solche Gedanken wohl durch den unendlich seelischen Schmerz. Man ist nicht mehr in der Lage mit den Gefühlen umzugehen. Es wird nach Auswegen gesucht. Viele holen sich Hilfe, aber andere geben einfach auf- und laufen weg.

Ich will an dieser Stelle nicht mehr dazu schreiben, denn es ist sehr schwer und belastend.

 

Ich habe noch etwas ganz wichtiges Vergessen:

Für alle Angehörigen/ Freunde gilt:

Überfordert euch nicht selbst in solchen Situationen. Wenn ihr das Gefühl habt euch geht es selber schlecht  damit ihr wisst nicht was zu tun ist oder was richtig ist, dann holt euch Hilfe. Achtet besonders auf euch. Egal wie sehr ihr den Betroffenen liebt, in diesem Moment bist DU wichtig um auf dich zu achten.

 

Ich will nun allen Menschen hier sagen:

„Bitte gebt nicht auf- das Leben hat so viele schöne Seiten, man muss nur genau hinsehen“.

 

v SELBSTVERLETZENDES VERHALTEN ( SVV )

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Das Thema Selbstverletzung ist wohl „das“ Symptom das als erstes mit der Borderline-Störung in Verbindung gebracht wird.

Es gibt viele Arten der Selbstverletzung. Man unterscheidet auch zwischen der körperlichen und seelischen Selbstverletzung. Ich werde später noch genauer darauf eingehen.

Selbstverletzung verstehen? Ich glaube das ist Außenstehenden nicht möglich. Oft können Betroffene es selbst nicht verstehen und nachvollziehen. Außenstehende fühlen sich hilflos, sie leiden mit den Betroffenen oder aber sie werden wütend weil sie nicht verstehen können warum die Betroffenen so etwas tun.

Selbst Betroffene brauchen lange Zeit um zu verstehen was in ihnen in dem Moment vorgeht, warum sie sich verletzen- und dies auch noch positiven Effekt hat.

 

Ich habe mit vielen Borderlinern gesprochen und mich ausgetauscht und musste feststellen das fast jeder ähnliche Gründe hat, aber die Art und Weise des SVV immer sehr unterschiedlich und auch unterschiedlich ausgeprägt ist. Es gibt Borderliner die mit SVV keinerlei Erfahrung haben, die es noch nie getan haben und dann gibt es die jenigen die es mit Therapie, mit dem eigenen Willen und Stärke geschafft haben davon loszukommen, jedoch ist die Rückfallquote hoch wenn es zu erneuten Krisen kommt.

 

Häufig bleiben sichtbare Narben z.B. an den Armen, Beinen oder auch am Bauch. Dies bedeutet zusätzliche „Arbeit“ damit fertig zu werden. Man schämt sich sehr dafür. Viele fragen sich vielleicht jetzt: „Warum machen sie es dann überhaupt“? Wenn man darüber nachdenkt dann ist es auch eine berechtigte Frage.

 

GRÜNDE:

-       SVV ist eine Möglichkeit für Betroffene mit schmerzhaften Gefühlen und Situationen umzugehen, sie werden als weniger schmerzhaft empfunden für den Moment.

-       Der körperliche Schmerz ist lange nicht so schlimm wie der seelische Schmerz

-       Betroffene berichten, dass sie dadurch wieder spüren dass sie am Leben sind.

-       Es dient der Ablenkung

-       Selbstbestrafung („ Ich hab es nicht anders verdient, ich bin eh nichts wert, Schuldgefühle)

-       Ebenso kommt es vor, das Betroffene dadurch Aufmerksamkeit auf sich lenken wollen

-       Es kann ein Hilfeschrei sein ( „Bitte helft mir, ich kann nicht mehr“, „ Ich schaff das alleine nicht mehr“, „ich bin überfordert“)

-       Ganz häufig bringt es für den Moment einfach nur Erleichterung.

 

Auch wenn Betroffene dies als positiv ansehen, müssen sie unbedingt lernen dass es der falsche Weg ist um mit seinen Problemen und Gefühlen umzugehen. Das bedeutet sehr viel therapeutische Arbeit um die „erlernte“ Sichtweise umzuwandeln. Auch wenn man dies irgendwann schafft, heißt dies nicht unbedingt dass es geschafft ist und es alles vorbei ist.

Auch SVV kann sich zu SUCHTVERHALTEN entwickeln. Wie bei Alkohol oder Drogenkonsum braucht man professionelle Hilfe und Unterstützung.

 

Ich versuche mal zu beschreiben wie SVV beginnen kann und verläuft. In meinem Fall begann es schon sehr früh, im Alter von 13-14 Jahren. Auslöser dafür waren Missbrauch und Misshandlung. Wie soll ein Kind mit solchen Erfahrungen umgehen? Ich weiß zwar überhaupt nicht wie ein Kind überhaupt darauf kommt das man so etwas tut. Es war normal sich Schnittwunden zuzufügen an den Fingern, versuche sich das Handgelenk zu brechen, sich ins Gesicht zu schlagen oder extrem Fingernägel und Nagelhaut zu Beißen. Ich stellte mir eigentlich nie die Frage warum? Es war einfach so. Es gab für mich keinen Grund aber es war so! Heute über 25 Jahre später weiß ich warum ich das getan habe. Ich habe mir als Kind wehgetan, damit jemand sieht was „er“ mit mir tut. Sprechen konnte ich nicht, weil mein Unterbewusstsein bereits damals verdrängte. Aber geholfen hat es nichts- niemand hat es wahrgenommen oder sehen wollen.

Von da an wurde alles was passierte verdrängt und für die kommenden Lebensjahre ausgeblendet als sei nie etwas geschehen. Es gab auch keine Selbstverletzungen mehr.

 

Erst als im Jahre 2006 die Erinnerungen nach und nach zurückkamen, mein Unterbewusstsein anfing die schlimmen Dinge frei zu geben, kam auch SVV wieder in mein Leben zurück. 2009 die schlimmste Zeit mit schlimmen Verletzungen wo ich noch heute daran arbeite mein Selbstbewusstsein so weit zu stärken das ich endlich wieder T-Shirts tragen kann trotz meiner Narben an den Armen. Aber ich schaffe das, so wie alles andere auch.

 

Einige BEISPIELE für körperliches SVV

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§  Ritzen/ schneiden

§  Brandwunden zufügen

§  Heilungsprozess der Haut verzögern, Wunden immer wieder aufkratzen ( eine kleine Wunde kann Monate brauchen um zu heilen)

§  Den Kopf gegen die Wand schlagen

§  Mit der Faust gegen Wände, Bäume oder Gegenstände schlagen

§  Freßattacken

§  Extremes Fingernägel und Nagelhaut beißen

§  Haare ausreißen

§  Manche Therapeuten sprechen sogar bei Piercing und Tattoos von Selbstverletzung ( ist jedoch sehr umstritten)

 

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Einige BEISPIELE für seelisches SVV

§  Sich bewusst in negative Gedanken hineindenken( Es darf mir nicht gut gehen)

§  Sich immer wieder in Situationen bringen die einen Schaden z.B. Diebstahl, Dinge tun die andere Menschen verärgern oder enttäuschen- man spricht dabei auch von negativer Aufmerksamkeit

§  Wichtige erlernte Dinge der Therapie nicht umsetzen weil man unbewusst Angst hat das es einem besser geht ( das Gefühl des „schlecht Gehens“ ist vertrauter als positive Gefühle)

§  JA sagen, obwohl man NEIN meint

§  Absichtlich Fotos ansehen, Briefe lesen usw. die mich an ein Trauma erinnern obwohl ich merke es schadet mir, obwohl ich merke es geht mir total schlecht dabei.

 

All diese Dinge geschehen im Unterbewusstsein des Betroffenen und werden sicher nicht mit Absicht so umgesetzt. Es ist für die Betroffenen einfach sehr schwer und belastend wenn man genau erkennt das man diese Verhaltensweisen anwendet, zu wissen sie bringen nichts, zu wissen es passiert einfach aber ich kann es einfach nicht ändern. Wenn erst mal dieses Bewusstsein vorhanden ist dann ist ein wichtiger großer Schritt erreicht.

ZEIT und GEDULD ist die Devise.

ES WIRD SICH LOHNEN!!!!

 

Der wichtigste Teil in der therapeutischen Arbeit mit Borderline- Patienten ist wohl die gemeinsame Erarbeitung einer

SKILL- LISTE

 

SKILLS sind „Werkzeuge“, Dinge, Handlungen und Übungen die dem Betroffenen in einer Krise oder bei innerer Unruhe, Schneidedruck helfen sollen, sich zu beruhigen und zu entspannen, „runter“ zu kommen. Jeder muss die für sich am wichtigsten Skills finden und am besten schriftlich festhalten.

 

Beispiele für Skills bei einem Stimmungstief

Ø Fotografieren

Ø Spaziergang

Ø Autogenes Training

Ø Qi Gong

Ø Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen

Ø Imaginationsübungen

Ø Joggen/ Walken

Ø Entspannungsbad

Ø Musik hören

Ø Malen

Ø Tagebuch schreiben

Ø Im Garten arbeiten

Ø Lesen

Ø Freunde treffen

Ø Affirmationen benutzen( positive Sätze)

Ø Atemübungen

Ø Brief an sich selbst schreiben

Ø Brief an das innere Kind schreiben

Ø Kochen/ backen

Ø An schöne Erlebnisse denken

Ø In die Dusche gehen, sich hübsch machen/schminken

Ø Puzzle

 

Beispiele für Skills bei SVV

Ø Gummiband am Handgelenk schnippen lassen

Ø In scharfe Chili-Schoten beißen

Ø Fishermens Friend Bonbons lutschen

Ø Ablenkung durch Aktivität

Ø Chilli Weingummis kauen

Ø Schreien

Ø Auf ein Kissen schlagen

Ø Atemübungen durchführen

Ø Igelball auf der Haut rollen

Ø Finalgonsalbe auf die Unterarme einreiben( es beginnt sehr zu brennen und hält eine Zeitlang an)

Ø Ammoniak- Ampullen riechen ( gibt’s in der Apotheke )

Ø Kalte Dusche

Ø Sudokus ausfüllen

Ø Verhaltensanalyse schreiben oder ausfüllen( Vordrucke findet man im Internet)

Ø Ablenkung durch lesen, spielen, schreiben

Ø In akuten, gefährlichen Situationen dringend Hilfe holen

 

Je mehr man von diesen Skills hat umso besser ist es. Jeder hat seine ganz persönliche Liste. Wichtig finde ich dass man es schriftlich festhält. Oft denkt man im Notfall nicht daran. Man muss sich zwingen daran zu denken. Geht es jemandem schlecht, sollte man gerade in diesen Momenten diese schriftliche Liste zur Hand nehmen und überlegen was hilft mir jetzt gerade in diesem Moment, was kann ich tun.?

 

Als ich 2010 in der Klinik war sagte mir mein Bezugspfleger einen wichtigen Satz:

„In guten Zeiten für die schlechten Zeiten vorsorgen“

 

Dieser Satz wird mir ewig in Erinnerung bleiben und genau das ist es was ich regelmäßig tue. In guten Zeiten fällt es sehr leicht. Es ist das wichtigste überhaupt, Selbsthilfe-Methoden zu erlernen und auch zu lernen diese Umzusetzen. AKTIV- und zwar täglich damit zu arbeiten!!!!

(Auch mir fällt das heute zum Teil noch sehr schwer gerade in den Momenten einer Krise diese Dinge umzusetzen)

 

Ich persönlich habe mir mittlerweile 2 schöne DIN A4 Ordner angelegt wo all die Dinge abgeheftet sind die mir gut tun. Z.B. meine Skills, meine selbstverfassten Gedichte und Texte, schöne hoffnungsvolle Geschichten, Zitate, Bilder und auch Informationsmaterial über die Erkrankung der Borderline-Persönlichkeitsstörung.

 

JEDER Betroffene muss wissen:

Nur ich selbst kann mich aus dem Teufelskreis befreien,

nur ich selbst kann mir „mein Leben“ zurückholen.

Ich kann mir zwar Hilfe holen von Ärzten, Therapeuten, Medikamenten oder Angehörigen. Aber ich muss mir bewusst machen, all das sind nur Hilfestellungen, Stützen, Hände nach denen ich greifen kann und die mich führen können in die richtige Richtung.

 

Ehe man am Ziel ankommt, muss man viel Leid ertragen, einiges meistern, oft auch auf die „schnauze“ fallen, Tritte in den Hintern bekommen und erfahren das es nicht zu befürchten gibt, das ich sicher bin und das es Menschen gibt die mich lieben.

 

„Gesund“ zu werden ist echt ein hartes Stück Arbeit!

ABER

„Ich gebe nicht auf“

Denn ich bin mehr,

viel mehr als diese Krankheit.

Ich bin ich, und ich bin ein Mensch

Der wertvoll ist. J

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Nun habe ich doch einiges zusammengeschrieben. Ich hoffe das ich euch die emotional- instabile Persönlichkeitsstörung ein wenig informativ und auch durch Erfahrungen nahe bringen konnte.

Noch einmal möchte ich sagen, dass dieser Bericht von mir als Betroffene geschrieben wurde und dadurch mit Sicherheit von der Offiziellen Definition der Persönlichkeitsstörung abweicht.

 

 

Sollte jemand gravierende Fehler in der Definition oder Beschreibung feststellen oder zusätzlich Wissen, Erfahrungen oder Informationen haben, der darf mir sehr gerne eine Email schreiben. Ich könnte durchaus Ergänzungen machen in Verbindung mit einem Link.

 

 

>>Gedanken einer Borderlinerin<<

Gedanken von mir!!!!!

 

Borderline ist wie ein tobender Hurrikane

Auf dem offenen Meer

Gibst Du nicht Acht,

dann gehst Du darin verloren

 

v  

 

Borderline gleicht einer Welle im Meer,

manchmal voller Zorn und zerstörerischer kraft

und im nächsten Moment sanft und wehmütig

 

v  

 

BORDERLINE

Ist schwarz und weiß

Wo ist das Grau- wer weiß?

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v  

Verlor`n im Sumpf der schwarzen Welt

Errichte ich eine Mauer ohne Geld.

Stell auf eine Leiter mit viel Stufen

An der ich klettre schnell nach oben.

Steh nun oben auf der mauer

Die Entscheidung ist mir nicht geheuer.

Schau hinter mir die schwarze Welt

Wo herrscht die Trauer und der Schmerz.

Gedanken trüb und null Gefühle

Hab ich genug, drum will ich diese.

 

Ich dreh mich um auf dieser Mauer

Und kann kaum glauben diesen Schauer.

Die weiße Welt sie strahlt mich an

Mit all der Pracht von Farben satt.

Das Licht so hell, der Himmel strahlt.

Ich blicke still, mein Lächeln zart

Ich fühle Frieden, steig hinab,

zur weißen Welt und das im Trab.

 

Nun spür ich Leben, Freude, Liebe,

Hoffnung, Mut und ganz viel Gefühle.

Genieß die Zeit

 die mir hier bleibt.

 

Doch hör ich plötzlich dieses rufen,

so kalt und finster

das ist bitter.

Die schwarze Welt ist wieder hier

Und sagt mir klar und deutlich hier

Was ich brauch ist schwarz und finster.

So geh ich traurig über diese Mauer

Und bleib nun ständig auf der Lauer.

 

Trotz alledem ich geb nicht auf in meinem Leben,

denn schwarz und weiß wird’s immer geben.

Eines Tages verliert sich schwarz und weiß

Dann wird es bunt und voller Farben

Und ich bekomm nun endlich meine gaben.

 

Ich werde fühlen diesen warmen Schein,

denn genau so soll es sein.

 

Ich hab verdient das Glück des Lebens

Und muss jetzt nicht mehr warten vergebens.

 

Ich danke Dir

Ich danke euch

Ich danke mir

 

Und lebe nun mein leben

Als hätts da nie was andres gegeben!

 

Copyright by Nicole Horn

11.Juli 2011

 

Das Gedicht ist eine Momentaufnahme und zeigt ein wenig den Wechsel der Gefühle einer Borderline-Persönlichkeit.

  Quelle: Bilder- www.google.de/Bilder