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das innere Kind

Was ist

Das innere Kind?

 

 

Ich danke Salkantay Rüdiger Felix Wobido

von

http://www.Kin-Lebenspraxis.de

für die Bereitstellung seiner Publikation über das innere Kind

(Die folgenden Texte sind vom ihm verfasst und unterliegen dem Copyright)

 

Im Anschluß an diese Publikation könnt ihr meine persönliche Geschichte lesen!!!

 

 

 

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„Wenn Du einem ganz kleinem Kind nicht erlaubst, die Dinge selbst zutun, selbst zu essen, zu laufen, sich anzuziehen, zu schreiben, zu malen, sich zum Ausdruck zu bringen, wird es sich nie entwickeln und unabhängig werden und imstande sein, auf eigenen Füßen zu stehen und seine eigene Entscheidungen zu treffen. Du musst liebevoll zur Seite treten und ihm erlauben, Fehler zu machen, und ihm viel Zeit geben, das, was es lernt, zu meistern. Du musst sehr viel Geduld haben und warten und zusehen, wie sehr Du auch versucht sein magst, es für das Kind zu tun, um Zeit zu sparen. Öffne Deine Augen und erkenne, dass das Leben ein Klassenzimmer ist und das Du die ganze Zeit lernst. Wie oft musste ich zur Seite treten und sehr liebevoll zu sehen, wie Du im Leben herumtappst und mit dem Leben kämpfst, damit Du eine lebensnotwendige Lektion lernst, die Du nie mehr vergisst, wenn Du sie einmal gelernt und gemeistert hast. Ich habe unendlich viel Liebe und Geduld.

(Autor unbekannt)

 

 

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Das innere Kind

„Begrenze Dein Kind nicht auf das, was Du gelernt hast, denn es ist in einer anderen Zeit geboren.“Weisheit der Rabbiner

Das innere Kind ist jener Teil unseres SELBST, indem alle Erfahrungen unserer Evolution von Anbeginn der Schöpfung bis zur gegenwärtigen Reinkarnation gespeichert sind; man nennt das innere Kind auch Unterbewusstsein. Das Unterbewusstsein ist angereichert mit Erkenntnissen, Eindrücken und Bildern der unterschiedlichen Lebensphasen unseres SELBST: Bilder aus unserer pränatalen Phase, Bilder unserer Geburt, Bilder aus frühster Kindheit, Bilder der Begegnung mit unseren Eltern, Großeltern, Verwandten, Bekannten, Bilder vom Besuch des Kindergartens, Bilder aus der Schulzeit, Bilder der Lehrzeit, Bilder der ersten Liebe, Bilder der ersten sexuellen Erfahrungen, Bildern aus unserem Berufsleben, Bilder aus dem Erleben mit der Natur, Bilder aus früheren Reinkarnationen, Bilder ..., ich könnte beliebig fortfahren und es würde noch lange kein Ende nehmen. Alle diese Bilder formen unser inneres Kind, prägen unser Gesamtbild von der Welt, wie wir sie aus unserem Inneren wahrnehmen, erfahren und interpretieren. Das individuelle Lebenskonzept, welches aus diesem inneren Gesamtbild entsteht, heißt Ego. Das innere Kind hat zu unserem Emotionalkörper sowie zu unserem Atem eine direkte Verbindung: es offenbart sich durch unser Verhalten, auf die Art und Weise wie wir unsere Gefühle erleben und wie wir unserem Atem erfahren.

 

Das gesunde innere Kind

Beim gesunden, inneren Kind fließt der Atem i.d.R. ruhig, sanft und tief, die Gefühle sind klar und kommen voll zum Ausdruck. Der Mensch weiß sich geliebt, fühlt sich geborgen und spürt sich selbst bis tief in seine Wurzeln hinein. Er ist sich seiner SELBST sicher. Er kennt seine Grenzen und nimmt die der anderen deutlich wahr. Er weiß sich zu schützen, seine Selbstsicherheit ist seine Stärke, die ihn befähigt in jeder Situation ganz er SELBST zu sein. Ein solcher Mensch kennt die Wahrheit über sich SELBST, seine Liebes- und Beziehungsfähigkeit ist voll entwickelt.

 

Das verletzte innere Kind

Beim verletzten inneren Kind ist der Atem oberflächlich, unruhig und sehr kurzatmig – tiefe Bauchatmung findet nur selten statt. Die Folge ist, das die Gefühle im Unbewussten bleiben und mit den Gefühlen auch der Schmerz, der auf evtl. innere Wunde(n) hinweist. Gefühle die zur Oberfläche sickern, werden verdrängt durch ein zuviel u.a. an Fernsehen, Essen, Schlafen, Alkohol, Drogen, Arbeit. Alles kann zum „Gefühlskiller“ werden, dient der Flucht vor der Konfrontation mit sich SELBST. Ein Mensch mit einem solchem verletzten inneren Kind fühlt sich ungeliebt, einsam, in sich verloren, ohne inneren Halt und Führung. Ihm fehlt der Kontakt zu sich SELBST. Dieser Mensch weiß oft nicht, wer oder was er in Wahrheit ist; er definiert sich über Beziehungen mit anderen, macht seinen Selbstwert vom Feedback anderer abhängig und wird so zum Spielball ihrer Meinungen und Glaubensüberzeugungen. Ohne Zugang zu seinem SELBST erkennt er weder seine, noch die Grenzen anderer; er tappt emotional, aber auch oft rational im Dunkeln. Tiefe ungestillte Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung treibt ihn in die Abhängigkeit anderer Menschen. Findet er dort nicht das Erhoffte und so tief Ersehnte, verdoppelt, ja verdreifacht er seine Anstrengungen in der Hoffnung, doch ein JA, ein liebes Wort, irgendwo ein zustimmendes Lächeln zu erhaschen. Bleiben seine Bemühungen ohne Erfolg, flüchtet er in immer größer werdende Selbstzweifel, stellt sich SELBST und sein Lebenskonzept in Frage. Da seine sozialen Erfahrungen überwiegend mit Ablehnung geprägt sind, wagt er in seiner Hilflosigkeit nicht, um Hilfe zu bitten, wenn er dringend Hilfe benötigt. Frustrationen bis hin zu Wut, Zorn, Hass und Neid sind die Folgen und bestimmen nun seine alltäglichen Verhaltens- und Lebensweisen. Kontakte und Beziehungen werden zur unbewussten Provokation, zur ungewollten Konfrontation mit seiner inneren Wunde, die einfach nicht heilen will; dieser innere Schmerz, dieser verzweifelte Schrei nach Liebe und Anerkennung, diese totale Unfähigkeit seine innersten Bedürfnisse nicht angemessen zum Ausdruck bringen zu können. Zur Sehnsucht verurteilt, beginnt dieser Mensch zu resignieren. Alles scheint sinnlos zu sein, das Leben ist öde und leer. Die Angst vor der eigenen Wahrheit treibt ihn in ein immer größer werdendes SELBSTVERGESSEN. Flucht scheint der einzige Ausweg zu sein - Flucht vor den eigenen Gefühlen - Flucht vor dem eigenen inneren Kind.

 

 

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Von der Unkenntnis zur Erkenntnis

 

 

 


Oft erst nach dramatischen Ereignissen und tiefer Verzweiflung ist ein solcher Mensch bereit zur Konfrontation und Auseinandersetzung mit seinem inneren Kind und dessen Glaubensüberzeugungen und Botschaften. Es entsteht zunächst ein sehr heilsamer, innerer Fragendialog mit Fragen wie: „Wie schaut es in meinem Innersten aus? Wie erlange ich einen Überblick? Gibt es Hilfe? Kann ich meine Gegenwart verändern und somit meine Zukunft bestimmen? Können destruktive Lebensstrukturen, die durch negative Erfahrungen in der Vergangenheit entstanden sind, transformiert werden? Wer bin ich? Was ist mein Weg?“

Solche und andere Fragen führen oft in den Prozess der Auseinandersetzung zwischen Vergangenen, Gegenwärtigen und Zukünftigen. Die Gefahr besteht, dass Gegenwart verneinende Sichtweise entsteht, die sich nur mit Enttäuschungen und Versagen der Vergangenheit befasst, woraus unweigerlich Angst vor der Zukunft entsteht.

Hinzu kommt die Konfrontation und Auseinandersetzung mit zwei Arten der Unwissenheit:
1. Der Mensch schätzt sich zu niedrig ein!
2. Der Mensch schätzt sich selbst zu hoch ein!

Schätzen wir uns zu niedrig ein, neigen wir zur Unterwerfung und Verleugnung - schätzen wir uns zu hoch ein, neigen wir zur Überheblichkeit und Arroganz. Das Tragische dieser Fehleinschätzungen ist: beide Einschätzungen verhindern, das wir zu unserem wahren Schatz - der QUELLE - finden. Solange das innere Kind und das SELBST miteinander im Widerstreit stehen, kann die QUELLE das innere Kind nicht mit ihrem Licht durch- und erleuchten, wie es notwendig ist, um eine Leben in Freiheit, Frieden und Harmonie zu leben. Diese innere Blockade löst sich nur auf, wenn das innere Kind seinen Widerstand aufgibt und sich den Licht-Impulsen der QUELLE hingibt; die dadurch entstehende Transformation heilt alte Verletzungen und verwandelt destruktive Lebensstrukturen in konstruktive, lebensbejahende Lebensstrukturen um. Deshalb ist es von grundlegender Bedeutung, das wir lernen, unser inneres Kind zur Geisthaltung unseres SELBST zu erziehen, denn nur wenn beide, inneres Kind und SELBST miteinander harmonisieren, fließen die Gefühle (Kräfte, Energien) im Gleichklang und bringen die schöpferischen Gestaltungskräfte der QUELLE hervor, die notwendig sind, um dasjenige zu erschaffen, was zur ganzheitlichen Realisierung des SELBST förderlich ist.

 


 

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Wie ich mein inneres Kind wieder entdeckte

Hier möchte ich meine persönliche Erfahrung schildern wie ich zu meinem inneren Kind fand und somit einen sehr großen teil, schmerzlichen teil, meines Leben bewältigte

 

Im Frühjahr 2007 las ich zum ersten mal in dem Buch „Trotz allem“ und „nicht allein“ über das sogenannte innere Kind, das in jedem von uns ist. Es gab Übungen um mit seinem inneren Kind in Kontakt zu treten und es in gewisser Weise hervor zu holen. Dazu war ich allerdings nicht in der Lage. Ich machte mir viele Gedanken darüber. Aber in mir waren die Gefühle von Ablehnung, ja sogar Hass verankert. Ich wollte von meinem inneren Kind nichts wissen, es war schließlich Schuld daran das es mir so schlecht ging zu diesem Zeitpunkt (so dachte ich es zumindest). Also überlas ich diese Stellen immer ganz bewusst, wenn sie in einem Buch vorkamen, denn ich wollte damit nichts zu tun haben.  

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So vergingen die Monate, aber mit meinem inneren Kind wollte ich mich einfach nicht auseinander setzen- bis zu diesem Tag im August.

 Ich erinnere mich gut daran, wie als sei es gestern gewesen. 

Es war der 2. August 2007. Ich hatte Termin zu meiner Therapie. Am Morgen hab ich mich entschieden 2 Stunden eher zu fahren, mich ins Cafe zu setzen und vor meinem Termin ein Gedicht zu schreiben. Ich hatte einfach so viel in mir, was aufs Papier wollte. Das Gefühl dabei war von so viel Wärme und auch Hoffnung begleitet. Ich konnte damals jedoch nicht sagen warum das so war. Heute weiß ich es. Es war der Tag als ich zum ersten mal meinem inneren Kind begegnete.Ich saß also in diesem Cafe und schrieb einfach drauf los. Als ich das Gedicht fertig hatte, las ich es mehrmals durch weil ich es kaum glauben konnte was ich da zu Papier brachte. Heute weiß ich, es waren die tiefsten Gedanken aus meiner Seele die hier sprachen. Mir war lange nicht klar was ich da eigentlich schrieb.

Am Ende der Therapiestunde hatte ich das starke Gefühl ich möchte meinem Therapeuten das Gedicht lesen lassen. Ich glaube, damit hatte ich ihm eine besondere Freude gemacht, das konnte ich in seinen Augen sehen. Er spürte wohl zum ersten mal, die Hoffnung in mir und den Erfolg seiner „taten“ Er fragte mich ob ich ihm dieses Gedicht zukommen lassen würde, was ich natürlich voller Stolz tat.

 

  Natürlich möchte ich euch das Gedicht nicht vorenthalten.

 

 Brief an mein“ inneres Kind“

Ich schaute hinaus auf den Horizont,
das Ende war nicht zu sehen.
Ich sah die Qualen eines Kindes,
ich hörte die Stummen Schreie des Kindes.
Ich griff nach seiner Hand,
aber konnte sie nicht erreichen.
Die traurigen Augen blickten mich an
und flehten um Hilfe.

Aber ich erreiche dich einfach nicht,
die Wellen der zeit trennen uns.
Noch einmal sehe ich in deine glasigen Augen
und begreife was passiert.
- ich sehe in meine eigenen Augen
- ich sehe in den Spiegel meiner Seele.-

Ich hatte dich vergessen, mein kleines Kind
-bitte verzeih mir!
Ich bin gegangen als du mich am dringensten brauchtest.
Ich hielt den Schmerz nicht aus,
die Demütigung
und ließ dich alleine mit der Gewalt.

Die Jahre vergingen
und endlich ist sie da die zeit,
die zeit wo ich dich wieder fand.
- Du bist ein teil von mir.
Ich werde dich beschützen,
dir Sicherheit geben,
wenn du ganz alleine bist mit dem Schmerz
der Vergangenheit.

Ich tröste Dich wenn die Tränen kommen
und sich Hoffnungslosigkeit breit macht.

Wir schaffen ihn-
den Weg der Heilung!
den Weg der Sicherheit!
den Weg in eine neues Leben!

Wir trennten uns vor 20 jahren
um zu überleben,
um dem grauen des Mißbrauchs zu entkommen.

Wir werden uns wieder vereinen
und merken, wie schön das Leben ist.

Wir werden die Liebe in unserem Umfeld spüren
und endlich auch weitergeben können!

Gemeinsam vereint werden wir nicht
mehr "überleben",
wir werden leben!!!

                                         (copyright by Nicole)  

 

Noch heute sehe ich in diesem Gedicht etwas ganz besonderes für mich.

 

 

 

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 Im Laufe der vergangenen Monate hatte ich immer mehr Begegnungen mit meinem inneren Kind. Ich begann plötzlich mich zu interessieren. Ich habe viel gelesen, und erfuhr immer mehr über mein eigenes inneres Kind. Mit der Zeit wurde mir bewusst, was versteht man eigentlich unter dem inneren Kind. Das innere Kind, war in meinem Fall, die kleine Nicole, das Mädchen das damals in ihrer Kindheit die Gewalt, den Missbrauch und all die Schmerzen erlebte. Die kleine Nicole hatte niemals die Möglichkeit sich frei zu entfalten. Sie wurde eingeengt, gedemütigt und bekam alles andere als wahre Liebe, so wie es Kinder verdienen. Dadurch hatte mein inneres Kind nicht die Möglichkeit glücklich zu werden. Irgendwann in meiner Kindheit kam wohl der Moment, als ich mich von meinem inneren Kind trennte. Ich musste stark sein, musste überleben. Und das tat ich. Es war wie eine Verdrängung. Ich wurde älter und dachte nicht mehr weiter über das nach was passierte. In den letzten Monaten war es plötzlich so das sich mein inneres Kind immer wieder in den Vordergrund drängte. Zu Beginn wusste ich nicht was eigentlich in den Momenten passierte. Heute weiß ich auch dies.

Es waren genau die Momente, wo ich in Tränen ausbrach, wo mich Flashbacks einholten, wo Träume und Wachträume mich in die Vergangenheit zurückversetzten. Genau in diesen Momenten war es mein inneres Kind das sich bemerkbar machte. Es wollte beachtet werden, wollte sagen, ich bin auch noch da und möchte all die Schmerzen endlich loslassen. Ich kämpfte wohl immer dagegen an, aber je mehr ich dagegen ankämpfte umso schlimmer wurde es. Irgendwann führte ich ein Telefonat mit einer sehr netten Frau die ebenfalls Betroffene ist, sie arbeitet auch sehr viel mit ihrem inneren kind und vermittelte mir ein paar interessante Dinge die mir halfen langsam und sicher, mein inneres Kind zu aktzeptieren. Es fiel mir immer und immer leichter, und jede neue Erinnerung, und jede Situation die ich durchmachte ließen mich dankbar sein, denn es bedeutete ich konnte wieder ein Erlebnis loslassen und von meinem inneren Kind nehmen. Ich begann mich zu Sorgen um die kleine Nicole, ließ sie wieder ein Teil von mir werden. Dadurch spürte ich, das mir vieles einfacher viel und auch sinn machte. Ich spüre wie ich mich immer mehr annehme durch die Arbeit mit dem inneren Kind. Und je mehr ich mich annehme und Liebe umso weniger machte sich mein inneres Kind bemerkbar. Besonders in den letzten Wochen habe ich das Gefühl, endlich Frieden zu schließen mit all den Schmerzen der Vergangenheit.

 

 

 

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Ein ganz besonderes Erlebnis hatte ich dann an diesem Wochenende im März 2008 wo ich den Grundkurs der Prana-Heilung absolvierte.

Ich lernte einen jungen Mann dort kennen mit dem ich viele Übungen machte und einfach ausprobierte was man mit Energiearbeit alles erreichen kann. Wir hatten eine unglaubliche energetische Verbindung zueinander, was man wohl auch als „Seelenverwandschaft“ beschreiben kann.

 

 

 Mein Therapeut und seine Frau die das Seminar hielten wollten das wir etwas besonderes erleben. Und was ich dort erlebte war wirklich aussergewöhnlich. 

Ihr habt sicher alle schon mal gehört : die Augen sind der Spiegel deiner Seele!

Gehört hab ich das auch oft aber seit diesem Tag weiß ich es ist wirklich so, denn ich habe es erfahren. Die Aufgabe bestand darin, wir mussten uns gegenüber stellen, die Hände vor unserem Herz falten und uns begrüßen. Anschließend sollten wir uns tief in die Augen sehen. Der Blick soll nur auf die Augen des anderen gerichtet sein und nicht unterbrochen werden, egal wie lange es dauern wird. Und es dauerte sehr sehr lange.Zu Beginn war es etwas unangehnem da ich jemand bin der anderen nur schwer in die Augen sehen kann. Aber ich schaffte es.Wir standen uns also gegenüber, sahen uns ununterbrochen in die Augen, mittendrin ein kleines Zwinkern, ein lächeln. Es dauerte eine zeitlang bis sich irgendwas veränderte. Ich spürte es und sah es in „seinen“ Augen. Es war fast unheimlich aber ein Gefühl das nicht zu beschreiben war. Auf der einen Seite hatte ich plötzlich das gefühl ich kann ganz tief in ihn hineinsehen, aber dann änderte sich das. Es war als sehen ich in mich hinein, als sehe ich ganz tief in meine Seele. Das wurde mir danach erst bewusst. Seine Augen veränderten sich sogar farblich dabei, es war einfach wie ein „Spiegel“. Bei der anschließenden Reflexion des erlebten wurden wir auch bestätigt das es wirklich so ist. Aber um das zu glauben und verstehen zu können muß man es erlebt haben. Es verändert dein Bewusstsein zu vielen Dingen. 

Am Ende des Tages dachte ich so über das erlebte nach und plötzlich erinnerte ich mich an die Worte aus meinem Gedicht. Ich konnte es kaum fassen. Das was ich heute hier erlebte war genau das was ich vor 9 Monaten in meinem Gedicht schrieb. ich zitiere mal die Stelle des gedichtes hier:

Noch einmal sehe ich in deine glasigen Augen
und begreife was passiert.
- ich sehe in meine eigenen Augen
- ich sehe in den Spiegel meiner Seele.-

Also ich glaube ja seit langem nicht mehr an Zufälle sondern das alles was wir erleben einen tiefen Sinn hat.

 

Heute weiß ich wie wichtig es ist, sich mit seinem inneren Kind auszusöhnen. Dagegen anzukämpfen kostet zu viel kraft und man kann nur verarbeiten wenn man wirklich was tut und daran arbeitet. Und dieser Weg ist Schwerstarbeit.

 

 Heute kann ich mein inneres Kind- die kleine Nicole- annehmen, sie lieb haben, sie beruhigen und ihr die Sicherheit und Geborgenheit geben die sie nie hatte, ja sogar in meinen Gedanken in den Arm nehmen. 

(März 2008)