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Mohnblumen

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Mohnblumen

rot leuchtet ihr am Horizont
weht im Wind das niemand es hört.
Seht ihr mich?
Ich betrachte eure Schönheit
und kann kaum glauben welch Anziehungskraft ihr habt.
Die Gefühle kehren zurück,
ich nehme euch wahr,
sehe euch nach all den Jahren wieder.
aufgeregt wie ein kleines Mädchen
berühre ich Eure Knospen
und erinnere mich,
erinnere mich an eine unbeschwerte Kinderzeit.
Überwältigt von eurem Glanz,
stehe ich hier,
mit Tränen in den Augen
und bin glücklich
über eure Rückkehr.

(copyright by Nicole)
08.August 07

 

mohn3.jpegFolgende Kuzgeschichte ist ein teil meines Lebens.

 

Betreffend meine Vergangenheit und eine große Erfahrung während meiner Aufarbeitungsphase.

 

 

 

Am 2. August 2007 habe ich den 2. Versuch unternommen ein Bild zu malen auf Leinwand mit Acrylfarben. Es ist kein Kunstwerk aber in dem Bild steckt eine ganz besondere Geschichte, die ich euch dazu erzählen will.

ebay_003bewusstsein.jpg

Die Bedeutung des Dreiecks

Sehe ich das dreieck denke ich an einen sehr lieben wundervollen Menschen. An meine Atemterapeutin Evelina.

Sie versuchte mir anhand eines Beispieles mein Bewusstsein und mein Unterbewusstsein zu erklären. Eine Erklärung die ich wohl niemals vergessen werde, eine Erklärung die so wahr ist wie das leben selber, eine Erklärung die ich nur betätigen kann.

Sie sagte mir ich solle mir mein Bewusstsein wie ein Dreieck vorstellen. Die Spitze des Dreiecks ist dein bewusstsein. Der untere teil des Dreiecks ist dein Unterbewusstsein. All die Dinge die verdrängt sind, die du nicht weißt, die Dinge die uns schützen. Langsam wenn die zeit bereit ist wird das unterbewusstsein die Dinge frei geben.

Es ist eine kurze Erklärung die eine sehr große Bedeutung für mich hat. Mittlerweile bin ich dabei das dreieck in die andere Richtung zu drehen. Mein Unterbewusstsein gibt immer mehr dinge frei, und ich merke wie freier ich dabei werde. Eines Tages, das weiß ich wird das dreick am Kopf stehen, dann wird die pitze des Dreiecks mein Unterbewusstsein, sein und der lange Teil mein Bewusstsein. Das wird der tag sein, an dem ich die Vergangeheit bewältigt habe, das wird der Tag sein, an dem ich frei von dem Schmerz bin und glücklich leben kann so wie ich es mir immer gewünscht habe.

 

Die Bedeutung der Mohnblume

Ich erinnere mich daran wie ich als Kind mit meinen Freundinen in den Mohnblumenfeldern saß und wir immer dieses Spielchen spielten. Wir nennten es Engelchen und Teufelchen. Wir öffneten immer die geschlossenen Knospen der Mohnblumen, kam eine rote Mohnblume zum Vorschein war man ein Teufelchen, kam eine weiße Mohnblume zum Vorschein, was immer sehr selten war, war man das Engelchen. Das machte immer so viel Spass.
Die Jahre vergingen und ich wurde erwachsen und die Mohnblumen waren plötzlich nichts mehr besonderes. Bis zu jenem Tage.

Im Mai 2007 saß ich mit meinem Schwiegervater am Frühstückstisch wie jeden morgen, er laß seine Zeitung, ich trank meinen Kaffee. Es war einer dieser Tage an dem wir wieder viel über Dinge geredet haben. Ich weiß nicht wie wir darauf gekommen sind oder was der Auslöser für dieses Thema war.
Aber ich sagte zu ihm, das ich es komisch finde. Seit meiner Kindheit habe ich keine Mohnblumen mehr gesehen. Ich erzählte ihm von den Erfahrungen und in welchen mengen sie da waren. Aber jetzt? Alle weg. ich fragte ihn ob es überhaupt noch Mohnblumen gebe? Aber eine Antwort hatte er nicht für mich.
3 Tage später fuhr ich mit meinem Mann Helge zu Freunden. Wir saßen im Garten und da sah ich sie. ich sah eine einzelne Mohnblume. Es war keine wilde, aber es war eine Mohnblume. Ich konnte das nicht fassen, nachdem gespräch mit Schwiegervater. Ich sagte es meinem mann voller Freude.
Es verging ca. 1 Woche und ich fuhr mit meinem Mann im Auto bei uns im Ort am Sportplatz vorbei. Im Strassenrand sah ich plötzlich einen ganzen Haufen Mohnblumen. Ich habe einen Schrei losgelassen und hab zurückgeschaut aus dem Auto, weil ich es nicht glauben konnte. Mein Mann hatte sich ein wenig erschrocken und fragte was denn nun los sei. Als ich es ihm erzählte grinste er mich an. Für ihn war es wahrscheinlich nur eine Blume, nichts besonderes. Ist ja auch verständlich.

In dieser Zeit passierte sehr viel mein Schwiegervater war sehr sehr krank. und einige Tage später starb er am Vatertag dieses jahres an seiner schweren Krankheit. Nur 2 Wochen nach dem Gespräch mit den Mohnblumen.

5 Tage nach seinem Tod hatte ich glücklicherweise Termin bei meinem Terapeuten. Mit dem Auto bin ich da ca. eine dreiviertelstunde unterwegs. Als ich von der Autobahn runterfuhr geht es noch ne ganze Weile Landstrasse entlang. Das was ich jetzt erzähle ist für mich eine art Wunder. Eine Erfahrung die ich niemals mehr vergessen werde. Die Gefühle die dabei passierten waren nicht zu beschreiben.

Ich sah plötzlich überall am strassenrand Mohnblumen, immer wieder ganz viele auf einmal. Ich konnte mich nicht satt sehen. Ich glaub nah dem 4. "feld" Mohnblumen habe ich im Auto unter der Fahrt so sehr zu weinen angefangen das ich kurz stehen bleiben mußte. Ich war überwältigt und wusste nicht warum. die Erklärung bekam ich von meinem Terapeuten im Anschluß.

Er sagte mir:
Mohnblumen hat es immer gegeben, im einen Jahr mehr im anderen vielleicht weniger aber sie waren immer da. Durch meine verletzte eele und meine verdrängten gefühle habe ich sie nur nicht mehr wahrgenommen. Ich habe sie nicht mehr gesehen, sie haben nicht mehr existiert. Das Du sie nun wieder siehst und diese Erfahrung machen durftest hat damit zu tun, das Deine Gefühle zurük kommen. Du bist auf dem besten Weg und hast sehr vieles erreicht.

Nach der Terapiestunde hielt ich an am Wegesrand, stieg aus, ging zu den Blumen und öffnete vorsichtig eine der Knospen, so wie früher als Kind.- ich war ein Teufelchen!Smile

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Die Bedeutung des Baumes:

Der Baum hat keine besondere Bedeutung. ich hatte mir nur vorgestellt einen alten baum mit zu malen. Er erinnert mich allerding an einen sehr besonderen Film. "MY GIRL". Die Tochter eines Bestattungsunternehmens kämpft mit der Erfahrung "Tod". Sie verliert ihren besten freund durch einen Unfall und schreibt ein wundervolles gedicht an eine Trauerweide, den Baum den die beiden als Kletterbaum hatten.

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Zum Abschluß möchte ich noch etwas besonderes zeigen.

 

2 liebe Menschen die ich aus einem Forum kenne, haben mir folgendes gewidmet. Ich bin unheimlich stolz und danke euch beiden so sehr.


 

 

 

 

 

 

 

 Danke Luna für das Gedicht das Du für mich geschrieben hast. Ich werde es in Ehren halten.

Für Nicole
Mohnblumen

Mohnblume, sanft und schön,
strahlend rot wiegst Du dich im Wind.
Mohnblume, zart und weich,
keine andere kommt Dir gleich.
Mohnblume, in grün und rot,
Gedenkblume für den kriegerischen Tod.
Mohnblume, auf Wiese und Feld,
Gedanken an meine Kinderwelt.
Mohnblume, sanft und schön,
jeden Sommer möchte ich Dich wieder seh'n.

©Luna

Hier kommt ihr zur Homepage von Luna
www.lunasdream.com

 

Danke Gisi für die wundervolle Geschichte die du mir geschenkt hast. Ich mußte sie mehrmals lesen um mich darain zu erkennen. ein wertvolles Geschenk

Rua bláth Ainnir

Heute erzähle ich ein Märchen, deren Hintergrund ein Stück einer Lebensgeschichte beinhaltet. Inspiriert davon, habe ich mir die Erlaubnis geholt, diese Lebenserfahrung mit meiner Phantasie zu koppeln. Das Märchen trägt den irischen (gälischen) Namen: "Rua bláth Ainnir", was soviel bedeutet, wenn ich es mal frei übersetzen darf: "Rotes Blumenmädchen". Ainnir bestimmt in diesem Märchen die Hauptfigur, wobei der Rest als Beiname und Sinngebend gedacht ist.

Liebe Angel, vielen Dank, daß ich diese Geschichte schreiben darf, ich hoffe, sie wird Dir gefallen und auch andere Herzen erfreuen.

 

Vor langer, langer Zeit lebte in den irischen Landen ein armer Mann und dessen Frau. Beide wünschten sich sehnlichst ein Kind. Die Frau liebte es im Sonnenuntergang durch die weichen, weitreichenden Felder zu spazieren, deren schönster Anblick die roten Mohnblumen waren. Sie liebte es dazuliegen, der untergehenden Sonne entgegenzublicken, während die Blumen, im Tanze wiegend ihre Haut kitzelten. Oft dachte sie, wenn sie den roten Mohn sah an ein Kind und hier in freier Natur, wo sie niemand hörte klagte sie oft ihren Wunsch, doch endlich ihrem Mann ein Kind schenken zu können.

Ein Jahr später erfüllte sich der Wunsch der Frau und sie gebar eine wunderschöne Tochter mit dunklen Haaren und leuchtend roten Lippen.

Der Mann und seine Frau freuten sich ganzen Herzens über die Ankunft ihrer kleinen Tochter und sie nannten sie Rua bláth Ainnir, da sie selbst so schön, wie der Mohn im Glanz der Sonne strahlte.

Es wurde ein großes Fest gefeiert, so wie es sich im Dorf gebührte, wenn ein Kind geboren wurde. Nun lebte aber zur selben Zeit Myladhá, der nachgesagt wurde, daß wenn ein Kind in der Nacht des vollen Mondes geboren werde, sie kommen werde und in die Wiege schaue, um dem Kind seine schönsten Gaben zu rauben.

Am Tag des großen Festes fegte die Frau die kleine Hütte rein, polierte alle Gläser und Teller im Haus, deckte eine reiche Tafel und schmückte die Wiege der kleinen Ainnir mit roten Mohnblumen. Auch der Mann hatte von der Jagd für reichlich Wild gesorgt und für den guten Wein hatte er einem alten Mann viele Taler gegeben. Das Fest war berauschen;, jeder, der von der guten Nachricht gehört hatte kam und wollte die kleine Ainnir begrüßen. Viele gute Wünsche wurden Vater und Mutter für die kleine Ainnir mitgegeben. Man aß und trank und feierte bis spät in die Nacht. Kaum einer hatte mitbekommen, daß eine große Frau, mit einem langen dunklen Umhang, ihrer Gestalt schön, jedoch ihre Augen kühl und beissend an den Tisch herangetreten war. Langsam eintretende Stille durchzog das feiernde Völkchen beim Anblick der stumm dastehenden Frau. Der Vater fasste sich als erster und sprach:

"Gute Frau, was führt Euch zu uns? Wir kennen Euch nicht, doch wenn ihr hungrig und durstig seid, so will ich Euch diesen Platz nicht verweisen. Heute wird das Fest meiner Tochter Ainnir gefeiert. Kommt, setzt Euch und nehmt daran teil!"

Ein eisiger Hauch glitt durch die Menge, als die dunkle Gestalt ihre Kapuze zurücknahm und in erhaben in die Menge blickte:

"Ich bin nicht gekommen, um zu geben! Ihr alle wisst, wer ich bin! Ich hole mir, was mir zusteht, denn Eure Tochter ist im Licht des vollen Mondes geboren. Ich werde sie ansehen und ihr wird genommen, damit ich leben kann!", sprach sie, drehte sich um und glitt in das kleine Häuschen, in dem sich die schlafende Ainnir in ihrer Wiege befand. Die Mutter schrie auf und versuchte hinterherzueilen und an der Frau festzuhalten, doch ihre Hände glitten zu Boden herab, sobald sie nur eine Elle von ihr entfernt waren. Hilflos stürmte auch der Vater und ein Teil der Gesellschaft hinterher. Die dunkle Gestalt trat an die Wiege und summte ein leise Melodie. Sie erhob beide Arme, und der schöne rote Mohn stob ruckartig aus der Wiege empor und wirbelte über dem kleinen Bettchen der süßen Ainnir. Man konnte Ainnir jammern hören, während die Frau immer näher an die Wiege herantrat, bis schließlich ihr Gesicht vollkommen in der Wiege entschwand. Ainnir schrie aus Leibeskräften und plötzlich so schien es, war der ganze Spuk vorbei. Die Eltern und die Gäste rieben sich verdutzt, die nun wieder nüchternen, dennoch müden Augen. Doch die Frau war fort. Wie vom Erdboden verschluckt, so schien es. Nur das gellende Schreien Ainnir´s blieb. Die Mutter schnellte zur Wiege und drückte das verängstigte kleine Kind an ihr Herz und sprach beruhigend auf sie ein.Alle Augen richteten sich auf den bestürzt dastehenden Vater, der doch unwissender Weise Myladáh die Einladung an dem Fest teilzuhaben gegeben hatte. "Es war wohl nur ein Traum...", murmelte er vor sich hin, bevor Swrotas, der Alte ihn eines besseren belehrte:" Nur ein Traum? Wohin ist dann all der Mohn? Müsste er sich nicht zumindest in diesem Raum befinden?" Kopfschüttelnd und ergriffen drehte sich Swortas leise um und ging in die Nacht hinaus, die anderen taten es ihm gleich und von Fern hörte man den traurigen Gesang der Gäste:

"Myladhá, oh Myladhá Du,

findest nie und nimmer Ruh`.

Suchst bei den Reichen wie bei den Armen,

niemand entkommt hier Deinem Namen.

Zeigt der Mond sein rund Gewichte,

kommst und holst mit dem Gesichte.

Ach, wie grausam Du doch bist,

gib wieder her und nimm es nicht!

Wir beten zu den Sternenklängen,

wir geben Dir mit unsren Sängen,

nimm nicht hinfort und gebe frei,

brich nicht ein Kinderherz entzwei!"

 

Ainnir wuchs glücklich und zufrieden bei ihren Eltern auf und die beiden Leute schienen Myladhá schon vergessen zu haben, denn es schien Ainnir kein Leid getan zu sein. Ainnir sang wie ein freier Vogel, sie war schön wie der Tag und ihr Geist war hell und klar.

Eines Tages, Ainnir schien an die 4 Jahre zu sein, wollte der Vater sie auf eine kleine Reise in eine größere Stadt mitnehmen. Als sie zu Pferd den Wald verliessen und zu den Feldern kamen, deutete ihr Vater auf den wunderschön, rotblühenden Mohn, der in der untergehenden Sonne eine satte Farbe zeigte. Doch Ainnir schien irgendwie abwesend, gar traurig. Ihr Vater runzelte die Stirn und sprach: "Was ist denn, mein Kind? Gefällt Dir der Anblick nicht? In der Stadt werde ich Dir ein Kleid kaufen, daß so rot wie dieser leuchtende Mohn sein wird!"

Doch Ainnir wandte sich ab und ein paar Tränen rollten langsam über ihre Wangen.

"Was nutzt mir ein schönes Kleid, wenn ich die Farbe doch nicht sehen kann? Was nutzt mir der schöne Mohn, wenn ich ihn doch nicht sehen kann? Um mich herum ist es dunkel! Ich weiß von Tag und von Nacht, ich weiß von Licht und Dunkel. Doch sah ich nie das helle Licht des Tages. Alles was ich sehe ist dunkel!" Schluchzend drückte sich der kleine Kopf an des Vaters schwere Brust. Erschrocken presste er den kleinen Körper an sich und erinnerte sich je, an jene verhängnisvolle Nacht....

Doch Ainnir blieb ein aufgeschlossenes Kind, sie war mutig, willensstark und äußerst wissbegierig. Sie war trotz ihres Fluches, eine Freude für ihre Eltern und ließ sich kaum jemanden etwas anmerken, daß sie zwar sehend war, aber alles nur im Zeichen der Nacht schemenhaft wahrnahm.

Drei mal sieben Jahre waren fast vergangen, als Ainnir ihren Geburtstag feiern sollte. Längst war sie selbst verheiratet und wünschte sich nichts sehnlicher, als ihrem guten lieben Mann ein Kind schenken zu können. Die Sorge, ihm kein Kind geben zu können, wuchs in ihr Tag für Tag und die Angst, daß er sie verlassen könnte gleich mit. In der Nacht zu ihrem 21. Geburtstag konnte sie nicht schlafen, der Mond schien so hell in das kleine Zimmer herein. Den schlafenden Manne nicht weckend, verließ sie auf Zehenspitzen das kleine Zimmer und eilte hinaus in die Nacht. Tief atmete sie durch und lief wohin ihre Füsse sie trugen. Als sie zum Himmel blickte und den Sternen einen Kuss zuwerfen wollte, geschah etwas seltsames: Die kleinen Sterne rückten beisammen und bildeten einen Silberstreif, direkt über den See im Wald.

Argwöhnisch zog Ainnir die Augenbrauen zusammen. Die Sterne waren immer ihre Freunde gewesen, doch, was für ein Spiel, sollte das sein? Sie beschloss dem Wink zu folgen und gelangte nach kurzer Zeit an den dunkel und still daliegenden See. Nichts sonderbares gab es hier zu entdecken und es schien Ainnir beinah, als hätten die kleinen Sterne ihr einen Streich spielen wollen, bis sie einen eisigen Windhauch spürte, der sich um ihren ganzen Körper legte und sie einhüllte.

"Hat man Dir von mir erzählt mein Kind? Du hast heute die besondere Gelegenheit, Deinen Wunsch zu erfüllen. Du musst nur mutig genug sein, mir in die Augen zu blicken und dreimal laut und deutlich meinen Namen zu sagen und Dein innerster Wunsch wird Dir erfüllt werden! Dreh Dich um, und finde den Weg zu mir!"

Langsam folgte Ainnir den Worten der Frau, sie wusste genau, welcher Gestalt sich ihrer gleich annehmen würde und es schien ihr als wüsste sie auch genau, was sie zu tun hätte.Ihre Füsse trugen sie, wie angezogen zum See. Ihre Füsse berührten das kühle Nass, ihre Beine folgten. Als das Wasser ihr bis zur Taille reichte blieb sie stehen und blickte gebannt auf die Mitte des See`s. Der Mond spiegelte sich voll und ganz rund in ihm wieder. Es schien als blickten sie Augenpaare daraus an.

"Trau, Dich, ich weiß doch, wie groß Dein Wunsch nach einem eigenen Kinde ist!", es schien ein Lachen in der Stimme zu liegen.

Doch auch Ainnirs Lippen umspielte ein sanftes Lächeln, als sie sagte:

"Myladhá!"

Sie zog die kühle Luft durch die Nase, während die Stimme säuselte:

"Ja, komm nur sprich weiter!"

"Myladhá!"

Die Augen, die aus der Spiegelung des Mondes blickten, schienen bösartig zu lachen. Ainnir nahm ihre ganze Kraft zusammen und rief:

"Iladhá!"

Sie sprach, was niemand zuvor gesagt hatte aus: "Ich sehe Dich!"...

und Ainnir konnte sehen, sie sah die vielen Dinge, die Myladhá den kleinen Menschenkindern, geboren in Vollmondnächten genommen hatte, sah wie all diese Dinge, diese wunderschönen, von Gott gegebenen Gaben aus Myladhá wie ein Feuerwerk der Sterne hinausstoben...

An ihrem 22. Geburtstag lag Ainnir im Felde bei den Ähren. Sie gebar einen kleinen Sohn. Er hatte die strahlensten Augen unter der Sonne. Völlig erschöpft, aber glücklich blickte sie ihrem Mann in die Augen:

"Ist es nicht schön, an einem Tag, wie diesem, hier wo der rote Mohn im Licht der untergehenden Sonne so stark leuchtet das schönste Geschenk Gottes in den Armen halten zu dürfen?"

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Und hier der Link zur Homepage von Nicole, deren Teil ihrer Lebensgeschichte ich mit in dem Märchen "Rua bláth Ainnir" einflocht:

http://www.nicole-horn.de

 

hier kommt ihr zur Homepage von Denise

http://www.beepworld.de/members/denisekellner/