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 Allgemeine Information zu sexuellem Mißbrauch

 

-Jährlich werden in der BRD zwischen 80 000 und 300 000 Kinder sexuell mißbraucht!

- Jedes 3.- 4. Mädchen und jeder 5.- 7. Junge ist Opfer!

-Die meisten Täter/ Täterinnen stammen aus dem familiären Umfeld!

- Bei den meisten Mißbräuchen handelt es sich um fortgesetzte Taten, nicht um einmalige Taten!

- Erschreckend ist vor allem die Häufigkeit der Taten, finde ich.


Laut der Webseite www.missbrauch.de bezieht sich die Dunkelziffer der Taten im Jahre 2009 bisher auf 77612  Fälle

und es ist erst April 2009.
Das macht mich sehr sehr wütend!!!!

 

Hier in diesem Bereich möchte ich ein Paar "Schlagwörter" erklären die im Zusammenhang mit sexuellen Mißbrauch und den Folgen stehen. Es sind Folgen mit denen ich während meiner Aufarbeitung selbst Erfahrungen gemacht habe. Ich möchte darauf hinweisen das dies nichts mit einer medizinischen Diagnose zu tun hat oder keine professionelle Definition der Wörter, sondern meine eigenen Erfahrungen sind. Im Internet kann man vieles über diese Dinge und Zustände lesen. Durch Austausch mit Betroffenen und das Lesen von Büchern und surfen im Internet bin ich auf diese Dinge gestossen, die mir Erklärungen gaben auf bestimmte Reaktionen meines Körpers und meiner Psyche und Seele. Eine Bestätigung dafür, das ich nicht "Verrückt" bin oder werde, sondern das es alles normale Reaktionen sind, auf einen mißbrauch in der Kindheit, bzw. der Aufarbeitung damit.

 

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"Trigger"

Die wörtliche Übersetzung für Trigger lautet "Auslöser". Im übertragenen Sinne bedeutet es, dass bei Menschen, die in ihrem Leben traumatische Erfahrungen (ganz gleich, welcher Art) machen mussten, genau diese Situation durch bestimmte Reize wieder präsent sein kann. Manchmal genügt ein bestimmtes Geräusch, ein Geruch, eine eigentlich gänzlich anders gemeinte Bemerkung des Gegenübers im Gespräch, etwas Gelesenes oder bestimmte Situationen in denen wir uns unverhofft wiederfinden. Oder, oder, oder ....
Die Liste ist endlos, weil für jeden individuell verschieden. Ein Trigger ist nichts Konstantes. Es kommt unter anderem auf die jeweilige Tagesform des Betroffenen, die Intensität des Auslösereizes und letztendlich auch auf das Zusammenspiel dieser beiden Voraussetzungen an. Manchmal hauen uns Dinge aus den Socken, die uns an einem anderen Tag und in einem anderen Zusammenhang vielleicht völlig unbeeindruckt gelassen hätten.
Wichtig ist vor allem eins.... zu erkennen, WAS solch ein Trigger bei uns auslösen kann, WIE man dem möglichst selbstfürsorglich begegnen kann und DASS diese Situation des Ausgeliefertseins/Wiedererlebens durchaus positive Aspekte beinhalten kann. Man hat nämlich die Chance, eine Situation, in der man als Kind machtlos/hilflos/ängstlich/ect.pp. war, als Erwachsener noch einmal zu durchleiden und ihr eventuell zu begegnen - und das dann vielleicht mit Mut, Trotz, Wut, Wissen, eben einfach Lebenserfahrung. (Danke an Dani für diese tolle Defininition)
http://www.kinderschreie-rechtliches.de/trigger.htm

 

 

Meine Erfahrung mit "Trigger"

Trigger- Erfahrungen sind meiner Meinung nach nicht aufzuhalten. Sie passieren so schnell das man gar nicht die Möglichkeit hat sie zu verhindern!

Ich erlebte Trigger in unterschiedlichen Varianten.

Ich erinnere mich als ich vor ein paar Monaten im Internet auf einer Homepage am lesen war über sexuellen Mißbrauch. Die Seite bzw. die Geschichte schokierte mich und faszinierte mich gleichzeitig. Es war wie ein Drang, ich konnte nicht aufhören zu lesen obwohl ich genau merkte das es mir nicht gut tat. Ich wusste es wäre besser aufzuhören, aber ich tat es nicht. Da kamen plötzlich die gefühle meiner eigenen geschichte hoch und ich saß da und weinte.

Das war aber nur eine Kleinigkeit. Dieses Beispiel war eigentlich mit das Schlimmste das ich erlebte durch einen trigger.

Im April dieses Jahres waren ich und Helge auf einem Geburtstag eingeladen. Es begann schon zu Beginn der feier als mir ein Beschäftigter des Gasthauses sehr komisch vorkam. Ich wusste zu Beginn nicht was ich von diesem gefühl halten sollte. Es irritierte mich. Ich bekam Angst vor diesem menschen und wusste nicht warum. Jedesmal wenn er an unseren Tisch kam, mußte ich ihn ansehen, aber konnte ihn nicht in die Augen sehen. verließ er den Tisch schaute ich ihm nach und war so voller Hass als ob ich vor meinem Stiefvater stehen würde. Ich konnte damit nichts anfangen. Es wurde immer schlimmer und ich war unfähig darüber zu reden. ich fühlte mich so fehl am platz und so unwohl. Irgendwann habe ich Helge eine sms geschrieben obwohl er neben mir saß. Aber ich konnte es nicht aussprechen was los war. Helge meinte vielleicht hätte er irgendwas an sich was mich an meinen Stiefvater erinnert. Plötzlich war es klar. Er hatte den selben Schnauzbart wie mein Stiefvater. Der Schnauzbart war der Auslöser (trigger) für diese furchtbare situation. Dadurch rutschte ich in eine schwere situation die ich unter depersonalisation und derealisation beschreibe.

 

 

 

Flashback
Was geschieht bei einem Flashback?

Wenn die Trauma-Informationen der impliziten Gedächtnisse aus irgend einem Grund (zumeist Trigger = Auslöser) wieder aktiviert werden, dann geschieht dies häufig nur selektiv. Oft wird nur das implizite Gedächtnis für Gerüche, oder nur das für Bilder, oder nur das für Töne angesprochen. Wenn es beispielsweise nur die Körper-Wahrnehmung wie den Tastsinn und das Körper-Wahrnehmungsgefühl betrifft, wird dies auch "Körpererinnerung" genannt. Dies erklärt den vollkommen anderen Charakter von Trauma-Erinnerungen, der sich von der gewöhnlichen en Alltags-Erinnerung drastisch unterscheidet: häufig kommen Trauma-Szenen als eine Art "Stummfilm" mit nur kurzen (zeitlich ungeordneten) Szenen hoch. Diese können u.U. sogar sehr detailreich sein, aber mit scheinbar nebensächlichen Details verziert, die wegen der fehlenden Interpretation und Sinngebung durch das Großhirn einen "bizarren" und scheinbar "unwirklichen" / "gespenstischen" Charakter tragen, gleichzeitig aber mit Gefahrensignalen und Alarmgefühlen verbunden sind. Auch Körpererinnerungen können sehr detailreich sein.

Je nach Art dieser blitzartigen Erinnerung kann es vollkommen unklar sein, was hinter dieser Szene steckt, weil andere wesentliche Erinnerungs-Arten wie z.B. gesprochene Worte fehlen und die Wiedererinnerung dadurch sehr einseitig sein kann, wodurch eine vernünftige Interpretation sehr schwierig werden kann. Andererseits können die Erinnerungs-Blitz-Szenen auch Elemente enthalten, die die Art der Traumatisierung sehr klar belegen. Wenn beispielsweise die Geschlechtsorgane eines anderen Menschen (die ja normalerweise durch Kleidung verdeckt sind) eine besondere Rolle in einer solchen "gespenstischen" Szene spielen, wird man davon ausgehen müssen, das diese auch beim Trauma eine entscheidende Rolle gespielt haben, auch wenn einem die Wiedererinnerung vollkommen "verrückt" und total unlogisch vorkommt. Ebenso verhält es sich mit Körpererinnungen, wenn man beispielsweise eine Vergewaltung direkt an den betroffenen Körperteilen spürt - wie wenn sie gerade stattfinden würde! Auch in solchen Fällen muss man nicht lange heruminterpretieren. Die impliziten Gedächtnisse sind wegen ihrer immensen Wichtigkeit für das Überleben und ihrer langen Evolutionsgeschichte relativ zuverlässig; eventuelle Fehlinterpretationen entstehen nicht dort, sondern bei der nachträglichen Sinngebung durch das Großhirn, die oft nur von unvollständigen Informationen ausgehen kann.

Der "gespenstische" / "unwirkliche" Charakter solcher Erinnerungen ist rein subjektiv - in Wirklichkeit ist er ein Echtheitsmerkmal! Denn er belegt die Trauma-Herkunft der Erinnerung!  Quelle: www.aufrecht.net 

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Meine Erfahrung mit Flashbacks

Flashbacks sind sehr heftig und fies, wenn ich es so ausdrücken kann. Es gab Phasen während meiner Aufarbeitung, gerade in der Anfangszeit wo ich regelmäßig Flashbacks hatte die mich aus der Bahn geworfen haben. Flashbacks sind nichts anderes als die Erinnerungen die zurück kehren. Du hast plötzlich die Bilder vor Deinen Augen, die Situation siehst du wie in einem Film der sich langsam zusammen setzt. Es kám sogar vor das ich richtige Körpererinnerungen hatte. Ich spürte den Mißbrauch körperlich an bestimmten Stellen. Es war schrecklich weil man sich in diesen Momenten wirklich zurückversetzt fühlt. Du bist nicht in der Lage, zumindest nicht in dieser Situation damit umzugehen. Es ist verwirrend und von Zweifeln bis zu enttäuschung, Wut, Hass und Selbstmitleid ist alles an Gefühlen dabei in solchen Flashbacks. Man fühlt sich zurückversetzt in die Vergangeheit. Es ist als ob du den Mißbrauch in genau dem Moment noch einmal erlebst. Mit all dem was damals dabei war. All die verdrängten Gefühle sind plötzlich präsent. Ich denke das ist das was man Flashback nennt. Ich könnte viele Beispiele nennen, aber das will ich nicht aus verschiedenen Gründen.

Nachtrag März 2008:

Flashbacks, ja sie sind da und geschehen immer wieder. Heute habe ich einigermassen gelernt damit umzugehen. Ich habe gelernt damit umzugehen, das es gut für mich ist. Ich weiß ich muß diese Flashbacks erleben um die dinge abzuschließen, denn nur wenn ich all die erlebnisse noch einmal erlebt habe, was die gefühle betrifft werde ich es für immer verarbeiten. ich werde nur dadurch beginnen können es zu aktzeptieren und als teil von mir anzunehmen.

Der Mißbrauch ist mittlerweile aufgearbeitet und ich stecke geschehen flashbacks die mich in die gewaltsituationen zurückwerfen  oder die mich in Momente zurückwerfen wo ich einfach nur alleine gelassen wurde, wo sich niemand für die kleine Nicole interessierte. Ich erlebe in diesen Momenten diese gefühle von damals, sitze einfach da und weine wie ein kleines kind das man alleine lässt oder ich spüre die seelischen Schmerzen bevor er zugeschlagen hat, spüre die Angst in dem Moment das es gleich weh tun wird, obwohl das ganze bereits so viele jahre vorbei ist. Heute wirft mich ein Flashback nicht mehr so in eine Depression. Heute weiß ich wenn der Flashback vorbei ist, dann bin ich sicher und kann etwas für mich tun und ich bin im nachhinein glücklich das ich wieder diesen Schritt gemeistert habe. Es ist wieder ein Stück aus meiner Seele frei. Aus Handlungsunfähigkeit während so eines Momentes wird dann ein glücklicher Moment des Loslassens.

 

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persönliche Anmerkung:

Für mich ist dieser Bereich meiner HP sehr wichtig und ernst. Nur Betroffene selbst und Verbündete(familienmitgleider und Menschen die sich mit dem Thema berfassen) sind in der Lage sich in das hineinzuversetzen was ich hier geschrieben habe.

Ich möchte hiermit einfach den Betroffenen Mut machen und zeigen das es Sinn macht sich seiner Vergangenheit zu stellen und eine Aufarbeitung zu beginnen. Nur so kann man ein Glückliches Leben führen.

Deshalb ist es mir sehr wichtig das ihr dieses Thema sehr ernst nehmt.

Ich denke dabei an all die Kinder die es nicht überlebt haben und all die Kinder die ihr Leben lang mit den Folgen kämpfen müßen:

Die Opfer haben die allerwenigste Schuld!!

Mißbrauchsopfer haben Lebenslänglich!

 

 

Hier sind Gründe um die Augen zu öffnen!!!!

 

levke.jpg

  Sternenkind Levke

Mai 2004: Das Mädchen aus Cuxhaven (Niedersachsen) verschwindet nach der Schule. Ihre Leiche wird am 23.08.2004 4oo km entfernt gefunden

www.levke-home.de

 

felix.jpgSternenkind Felix, 8 Jahre

Oktober 2004: Der Junge aus Ebersdorf (Niedersachsen) radelt in den Nachbarsort, will sich mit einem Freund treffen. Der Mörder von Levke bringt ihn um!

 

mitja.jpegSternenkind Mitja, 9 Jahre

 

Februar 2007:Uwe K. soll den Jungen sexuell missbraucht und erstickt haben. Die Leiche wurde in der Gartenlaube des 43-Jährigen gefunden.

 

 

 

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Sternenkind Peggy, 9 Jahre 

Mai 2001: Das Mädchen aus Lichenberg in Bayern verschwindet spurlos. Die Leiche wurde nie gefunden. Ein Nachbar(26) wurde zu lebenslanger Haft verurteilt

 

 

 

madelaine.jpegEin Verbrechen das mich sehr berührt, weil noch niemand das Schicksal der kleinen kennt. Gerade jetzt in meiner Aufarbeitung macht es mich traurig das es immer und immer wieder passiert.

Wo ist Madelaine?

 

 

Plötzlich verschwunden
Die vier Jahre alte Madeleine verschwand am 3. Mai aus einer Ferienanlage an der Algarve. Gerry und Kate McCann, ein britisches Arztehepaar, aßen mit Freunden in einem Tapas-Restaurant zu Abend. Ihre Kinder schliefen nur wenige Meter entfernt im Ferienappartement. Abwechselnd schauten die Eltern alle 30 Minuten nach den beiden einjährigen Zwillingen und ihrer drei Jahre alten Schwester. Doch als sie wieder nachsahen, war Madeleine plötzlich verschwunden. Sofort alarmierten die Eltern die Polizei. Die Suche nach dem Kind begann. Anfangs ging die portugiesische Polizei davon aus, dass die Kleine von sich aus aufgewacht und nach draußen spaziert war. Ein möglicherweise verhängnisvoller Fehler. Denn mittlerweile gilt es als sicher, dass das Kind entführt wurde.